Hilfreiche Tipps für den Umzugstag

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Was im Vorfeld nötig ist, wissen viele. Mietvertrag kündigen, Helfer organisieren und Umzugswagen mieten. Aber in letzter Minute wird dann doch immer wieder etwas vergessen.

Mit unseren Tipps wollen wir Ihnen helfen, den Umzugstag ohne allzu großen Stress zu überleben.

Vorbereiten

Holen Sie sich doppelt so viel Umzugshelfer wie nötig. Lieber wieder Leute nach Hause schicken, als mit zu wenig Menschenkraft ausgestattet sein. Es kommt vielen Helfer häufig kurzfristig etwas dazwischen.  Teilen Sie die Helfer nach Muskelkraft und technischem Know-How ein. Wer einen Schrank abbauen kann, soll das tun. Wer einen tragen kann, soll ihn tragen. Besorgen Sie Schnittchen oder andere Versorgung für Ihre Helfer – und vergessen Sie nicht, das Werkzeug bereit zu legen. Achten Sie auf Möbelstücke, die aufgrund ihres Volumens Probleme bereiten. Checken Sie den alten und neuen Hausflur, ob alle Möbelstücke problemlos hindurch passen – sonst müssen Sie demontiert oder eventuell per Winde oder Aufzug über den Fensterweg transportiert werden. Schätzen Sie ab, wie viele Fahrten Sie benötigen, um zu wissen, wie viele Stunden Sie Ihre Helfer „buchen“ müssen. Und denken Sie daran: Mit dem Führerschein der Klasse B dürfen Sie bis zu 3,5 Tonnen transportieren – mehr nicht.

Packen

Die erste Frage lautet immer: Wie viele Kartons brauchen wir? Für diese Frage gibt es im Internet Berechnungsprogramme. Aber natürlich müssen Sie selbst wissen, wie viel Sie an Bestand haben. Für zwei Personen reichen häufig schon 30-50 Kartons, während eine große 5-köpfige Familie über 100 Kartons benötigt. Denken Sie beim Packen daran: 20 kg ist die absolute Obergrenze – je nach Kondition Ihrer Helfer. Packen Sie Bücherkisten nur halbvoll und verstauen Sie sie zusammen mit Kleidung. Verbrauchen Sie so viele Lebensmittel wie möglich, um die Transportmenge zu reduzieren. Eine Woche vor dem Umzug sollte alles Unwichtige verpackt sein, d.h. Keller und Dachboden sollten ausgeräumt sein.

Sehr hilfreich ist es, die Kisten zu nummerieren und den Inhalt samt Nummerierung zu notieren. So finden Sie rasch die gesuchten Gegenstände. Schreiben Sie nicht nur „Kleidung“ auf den Karton, sondern zumindest auch immer den Raum – und wenn möglich nutzen Sie farbige Aufkleber zur schnellen Orientierung.  Nutzen Sie keine alten Kartons, die bereits beschädigt wurden. Vor allem die Griffe können, wenn Sie nicht verstärkt sind, schnell reißen. Schauen Sie sich lieber bei einem Umzug Shop nach neuen Kartons um. Kabel von elektrischen Geräten sollten Sie aufwickeln und mit Hilfe von Klebeband am Gerät befestigen.

Einladen

Drehen Sie Hängeschränke um, wenn Sie sie in den Transporter laden. Die Sichtflächen sind die Front und die Unterseite – und diese sollten unbeschadet bleiben. Arbeiten Sie langsam und verursachen Sie keinen Stress. Vergessen Sie nicht: Es geht um schwere Gegenstände und die Verletzungsgefahr ist für Ihre Umzugshelfer höher als gewöhnlich. Teilen Sie einen kompetenten Helfer ein, den Umzugswagen zu beladen. Diese Person belädt und entlädt den LKW, denn nur sie weiß später, wie welche Gegenstände zusammengesteckt wurden. Stellen Sie die Ladefläche nicht voll, nur weil es schnell gehen soll. Packen Sie Zerbrechliches zueinander – so reduzieren Sie die Gefahr, dass Unzerbrechliches für größeren Schaden sorgt.

Packregel Nr.1: Was zuerst eingeladen wird, kommt als letztes in die neue Wohnung. Lassen Sie daher Platz für die schweren Elektrogeräte, denn die stellt man sofort an die vorgesehene Stelle. Packen Sie Kartonmauern. Das heißt: Es wird immer eine Kartonlage nach oben gebaut, bis nichts mehr reingeht. So geht es Reihe für Reihe in Richtung Ladetür. Denken Sie an Ihre Überlebenskiste – die Kiste mit den wichtigen Gegenständen für die nächsten drei Tage. Fahren Sie diese am besten zusammen mit der Putzmittelkiste mit ihrem PKW.

Einziehen

Los geht’s. Haben Sie die Parkfläche reserviert? Haben Sie beim Vermieter oder Hausmeister nachgefragt, ob Sie eventuelle Schlüssel benötigen? Denken Sie an Pfosten, die Ihrem Umzugsfahrzeug den Weg versperren könnten. Sehen Sie sich das Treppenhaus an und notieren Sie größere Macken, die Ihnen auffallen – nicht, dass es später heißt, Sie wären verantwortlich.

Sie können auch eine Transportkette organisieren. Der Vorteil liegt darin, dass die Laufwege für jeden Helfer kürzer werden. Der Nachteil ist, dass man mehr Gegenstände anpacken muss. Für größere Möbelstücke eignet sich eine Kette hingegen nicht. Richtige Profis hängen einen Plan in der neuen Wohnung auf, auf dem die Anordnung der Möbel bereits erkennbar ist.

Falls Sie eine vollständige Checkliste benötigen, können Sie sich diese beim Umzugsplaner von ImmobilienScout24 herunterladen. So vergessen Sie auch nach dem Umzug keine wichtige Ummeldung oder andere „Kleinigkeit“. Wir wünschen gutes Gelingen!