Was passiert nach dem Totalschaden?

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Im Straßenverkehr reicht häufig ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit – schon ist der Unfall passiert. Viele Auffahrunfälle enden zum Glück nur mit Kratzern im Lack. Was aber, wenn der Unfall für die Insassen nicht gefährlich war, aber das Aus für den Wagen bedeutet?

Totalschaden lautet häufig die Diagnose. Wirtschaftlich betrachtet bedeutet dies in vielen Fällen, dass die Reparaturkosten über den Kosten für eine Neuanschaffung liegen. Oder auch, dass bei einer Reparatur die Wertminderung bei Verkauf nicht rentabel ist. Wer möchte gerne einen Gebrauchtwagen kaufen, der einmal einen Totalschaden erlitten hat?

Was für uns Schrott ist und in der Regel zu kleinen bunten Metallwürfeln gepresst wird, ist besonders in den Entwicklungsländern noch lange keine Wegwurfware. Was für uns nicht rentabel erscheint und eingestampft wird, hat etwa in den südostasiatischen Ländern noch einen hohen Wert. Auf den Schrottplätzen dieser Region findet man wirklich nur noch Unbenutzbares. Eine ganze Berufssparte hat es sich zur Aufgabe gemacht, schrottreife Pick-Ups und andere Gefährte wieder flott zu machen. Solch eine Wiederverwertung ist bei uns längst nicht mehr denkbar.

In diesen Werkstätten werden selbst die Autoersatzteile selbst gebaut. Der Einkauf von Händlerware ist zwar möglich, in vielen Fällen aber zu teuer. Daher decken diese Werkstätten gleich alles ab: ob Leichtmetall, Kunststoffe oder Textilien, es gibt nichts, was man nicht wieder hinbekommen könnte. Die Arbeit an den KFZ wird häufig mit einer technischen Ausstattung vollbracht, wie sie in Deutschland kaum denkbar ist. Eine Hebebühne besteht aus zwei Holzpfählen und vier Ketten oder aus Reifenstapeln. Man behilft sich an allen möglichen Stellen.

Deutsche Autos findet man dort allerdings kaum, denn die lassen sich zusammengeschustert aus gefälschten Teilen nicht gut verkaufen. Daher findet man in den südostasiatischen Werkstätten häufig nur japanische Modelle.