Gartenschönheit Hortensie – Pflege und Schnitt

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Nachdem die Hortensie lange Zeit als altmodische “Omablume” galt, gewinnt sie heute wieder zunehmend an Beliebtheit. Mit ihrem ausdauernden Blütenreichtum verleiht die aus Japan stammende, äußerst pflegeleichte Strauchpflanze auch modernen Gärten ein romantisches Flair.

Geeignete Standorte

Hydrangea, der lateinische Name für die Hortensie, bedeutet “Wasserschlürfer” und als solcher benötigt sie einen entsprechend gut bewässerten Standort. Trockener, karger Boden sagt ihr überhaupt nicht zu, sehr viel lieber mag sie nährstoffreiche, gerne auch etwas saure Erde. Die meisten Hortensienarten vertragen sowohl Sonne als auch Schatten, für eine optimale Blüte ist aber ein windgeschützter Standort im Halbschatten mit Mittagssonne ideal.

Pflege und Schnitt

Die meisten Hortensien müssen nur mäßig geschnitten werden. Bei frühblühenden Arten werden im Frühling nur vertrocknete und während der Frostperiode abgestorbene Pflanzenteile entfernt, spätblühende Hortensien können auch im Winter stärker zurückgeschnitten werden. Das A und O bei der Pflege von Hortensien ist aber die Bewässerung. Besonders im Hochsommer und während niederschlagsarmer Perioden sollte die Hortensie gut gewässert werden. Auch für eine regelmäßige Düngung ist sie sehr dankbar. Den Winter überstehen die meisten Hortensien recht gut, es ist aber bei jungen Pflanzen ein leichter Schutz aus Reisig oder Vlies zu empfehlen. Vermehren lassen sich Hortensien am besten durch Stecklinge, die im Sommer von der Mutterpflanze abgetrennt werden. Ihre ersten beiden Winter sollten die kleinen Hortensien noch in frostfrei gelagerten Blumentöpfen verbringen, danach können sie dann ins Freiland ausgepflanzt werden.

Hortensien als Kübelpflanzen

Auch in Gegenden, in denen die Winter meist etwas strenger ausfallen, müssen Sie nicht auf die farbenfrohe Blütenpracht der Hortensie verzichten. Sie kann ohne größere Probleme auch in Blumenkästen und Kübeln angepflanzt werden. Dabei muss man nur darauf achten, möglichst hochwertige, grobfaserige Blumenerde zu verwenden und diese während der Vegetationsphase immer sehr feucht zu halten. Staunässe sollte dabei natürlich vermieden werden. Der große Vorteil von Kübeln ist, dass die Pflanzen gemäß ihrer jeweiligen Bedürfnisse bewegt werden können. Bis zur Blüte gedeihen Hortensien im Halbschatten am besten, danach sorgt ein Platz an der Sonne dafür, dass sich für das folgende Jahr die neuen Triebansätze optimal herausbilden. Im Winter sollten die Kübel kalt und trocken, aber frostfrei – am besten Im Keller oder der Garage – gelagert werden, damit Sie auch im folgenden Jahr an Ihnen Freude haben. Mit Hortensien in Kübeln lassen sich übrigens nicht nur Gärten, sondern auch Terrassen und sogar kleinere Balkone verschönern.

Blaue Hortensien

Ein ganz besonderer Blickfang sind Hortensien, deren Blüten in einem intensiven Blauton blühen. Dabei handelt es sich nicht um eine besondere Sorte, sondern um einen “Gärtnertrick”. Eine ganz normale, pink blühende Hortensie wird in Erde mit einem pH-Wert von 4,0 bis 4,5 gepflanzt, die mit Alaun – im Handel auch Hortensienblau genannt – versetzt wurde. Fertige Rhododendronerde eignet sich besonders dafür. Im Zusammenspiel mit dem sauren Boden bildet sich aus dem Alaun ein blauer Farbstoff, der in den Blüten eingelagert wird. Je nach Säuregehalt ist dabei etwas Geduld gefragt, aber wenn regelmäßig nachgedüngt wird, steht der blauen Blütenpracht nichts im Wege.