Der neue Garten: Clever planen, Fehler vermeiden

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Blumen im Garten

Das eigene Stück Land, der eigene Garten – bei aller Vorfreude auf Grillpartys, selbst angepflanztes Gemüse und laue Sommerabende steht aber zunächst einige Arbeit an. Bevor Du planlos Rasen aussäst, Blumen pflanzt oder Sträucher setzt, solltest Du unsere Tipps zum Neuanlegen Deines Wunschgartens kennen.

Den Boden vorbereiten und auf Zeigerpflanzen achten

Bevor man den neuen Garten anlegen kann, muss das Grundstück vorbereitet werden. Alles Unkraut sollte entfernt und der Boden im Normalfall umgegraben werden. Zeichne Dir am besten bereits jetzt einen Plan des zur Verfügung stehenden Areals. Denn die Aufräumphase hält entscheidende Informationen bereit: Wo sind sonnige Stellen und wo herrscht Halbschatten? Wenn Du identifizierst, wo welche Pflanzen wild gewuchert haben, weißt Du auch, ob der Boden dort eher sauer ist, wo die trockenen Stellen liegen, wo es Windschutz gibt und vieles mehr. Der Fachmann spricht von sogenannten Zeigerpflanzen. Diese Hinweise werden später helfen, Enttäuschungen bei der Neugestaltung zu vermeiden und stattdessen für die einzelnen Areale Ihres Gartens Pflanzen zu wählen, die zu den gegebenen Bedingungen passen. Wer sich bei der Bestimmung der Zeigerpflanzen nicht sicher ist, sollte sich ruhig von Nachbarn oder einem Gärtner beraten lassen. Hilfestellung ist zudem dann ratsam, wenn große Grundstücke umgepflügt werden müssen. Mit Handarbeit wird dies zur Qual – lieber tageweise einen Bagger einsetzen.

Gartengeräte kaufen: die Grundausstattung

Einen Spaten, eine Schubkarre, einen Wasserschlauch, Gartenhandschuhe und eine Harke – mehr braucht es eigentlich nicht, wenn es losgeht mit dem eigenen Garten. Rasenmäher, Heckenschere, Vertikutierer und andere Gerätschaft kommen erst dann zum Einsatz, wenn die neuen Pflanzen wachsen. Erfahrene Gärtner raten, bei der Ausrüstung lieber einmal etwas mehr Geld für bewährte Qualitätsprodukte auszugeben, als sich bei der Arbeit über Billigware zu ärgern. Ein Tipp, um das Budget zu schonen: Gute Gartengeräte halten ewig und können deshalb fast bedenkenlos gebraucht gekauft werden.

Endlich: Erste Schritte im neuen Garten, weitere Planung der Gartengestaltung

Im Idealfall siehst Du nach Abschluss der Vorbereitungen das Grundstück nun brachliegen. Mit den gesammelten Informationen zu den Eigenheiten des Bodens, Sonnenstand zu Tageszeiten und mehr setzt Du Deinen Plan auf. Wo sollen Sitzmöglichkeiten hin, wo finden Gemüsebeete ihren Platz? Wo dürfen Stauden blühen, wo können Bodendecker später die Pflege des Gartens erleichtern? Beim Einkauf von Saatgut und Setzlingen ist es empfehlenswert, sich auf die örtliche Baumschule oder Gärtnerei zu verlassen. Hier bekommt man zur Qualitätsware auch Tipps zum Anpflanzen und Pflege. Weil Hobbygärtner sich gerne austauschen, wirst Du vermutlich zudem von Nachbarn und Freunden mit Setzlingen beschenkt. Frühling und Herbst sind die Jahreszeiten, in denen üblicherweise neu gepflanzt wird. Und dann muss wohl oder übel abgewartet werden. Nicht jede Pflanze wurzelt wie gewünscht. Lass Dich dabei nicht entmutigen, sondern nutze die Erfahrungen mit den ersten Neuanpflanzungen, um in der kommenden Saison weiter am Wunschgarten zu feilen.

Gartenarbeit soll Spaß machen

Ein Ratschlag zum Schluss: Gehe Dein neues Hobby nicht zu perfektionistisch an. Gartenarbeit braucht Zeit und man sollte vermeiden, dass dies zum Stress wird und der Spaß verloren geht. Wenn Du von vornherein realistisch einschätzt, wie viele Stunden von März bis November in etwa wöchentlich für den Garten aufgebracht werden können, musst Du Dein ursprüngliches Konzept vielleicht überdenken. Ein gepflegter Rasen beispielsweise bedeutet viel mehr Aufwand als die Blumenwiese, Stauden sind wesentlich pflegeleichter als Rosen, ein gutes Bewässerungssystem spart in einem trockenen Sommer Fleißarbeit beim Gießen. Denn Zeit, um den Garten zu genießen, soll ja schließlich auch bleiben.